Hans Danuser

Erosion II

Silbergelatine-Abzug, 150 x 140 cm
Sammlung Fotomuseum Winterthur, Schenkung Hans Danuser
Inv. Nr. 2004-001-001
© Hans Danuser

Hans Danuser
*1953 in Chur; lebt in Zürich
Der bekannte Bündner Künstler hat schon eine Reihe von hervorragenden Werkgruppen vorgelegt. Mit einer ungewöhnlichen inneren Radikalität beschäftigt er sich u.a. in Körper- und Landschaftsarbeiten mit den Bedingungen des menschlichen Lebens. In den achtziger Jahren waren es Tabuzonen der heutigen Gesellschaft, die ihn interessierten: Goldraffinierung, Atomforschung, Pathologie, Chirurgie, Pharma, Gen-Technik und Biotechnologie. Es schienen ihn ‚mephystophelische‘ Orte anzuziehen, an denen mit viel Aufwand seltsame Energien, Mehrwerte und Wissen erzeugt werden – ohne Kenntnis des Preises, den wir dafür bezahlen. Die neuen Arbeiten – „Frozen Embryos“, „Strangled Bodies“, „Erosionen“ – öffnen die Fotografie, lassen sie zu Bildfeldern, Bildlandschaften sich ausdehnen. Grenzsituationen sind dabei weiterhin das Ziel des stetigen Forschers Hans Danuser. Hans Danuser ist ein Schwergewicht der Schweizer Fotografie mit zentralen Büchern.