Mel Bochner

Misunderstandings (A Theory of Photography)

9 Karten mit Texten und 1 Karte mit Offsetdruck s/w Foto in Umschlag
Sammlung Fotomuseum Winterthur
Inv. Nr. 2004-004-001a-k
© Mel Bochner

Mel Bochner
*1940 (Pittsburgh, US), lebt und arbeitet in New York, US

Die Frage nach dem, was Fotografie ist oder zu sein hat, beschäftigt seit ihrer Erfindung nicht nur deren Erzeuger_innen, sondern auch Künstler_innen, Kunsthistoriker_innen, Philosoph_innen sowie Wissenschaftler_innen anderer Disziplinen. Der anhaltende Diskurs über das Fotografische breitet sich zunehmend in der Gesellschaft aus und lässt vor dem Hintergrund der digitalen Manipulation von Bildern auch Politiker_innen Stellung beziehen. Als der amerikanische Konzeptkünstler Mel Bochner 1970 das Verständnis von Fotografie zu reflektieren suchte, war die digitale Entwicklung noch kaum absehbar. Dennoch erscheinen die neun ausgewählten Zitate angesichts der aktuellen Debatten hoch aktuell. Sie spiegeln überholte wie zeitlose Vorstellungen von der Unfähigkeit der Fotografie zur Abstraktion bis hin zum Glauben daran, dass uns erst die Fotografie die Dinge richtig zu sehen gibt. Das fotografische Medium ruft nach wie vor viele Missverständnisse hervor, denen es nachzuspüren gilt.