Annelies Štrba

Jndira, 1984

Silbergelatine-Abzug auf Leinwand, 37 x 30 cm
Sammlung Fotomuseum Winterthur, Dauerleihgabe Sammlung Andreas Züst
Inv. Nr. 2004-015-003
© Annelies Štrba

Annelies Štrba
*1947 in Zug; lebt in Richterswil
Ein ungewöhnliches Werk hat Annelies Štrba mit ihren Familienbildern vorgelegt. Wir sind sehr nahe dabei, spüren die Entwicklung, die Veränderungen innerhalb der Familie und haben nie das Gefühl, diese Heimat, dieses familiäre Dasein zu stören. Existenzielles Fotografieren, geleitet von grosser Liebe, vom Wunsch nach Poesie, von der Sehnsucht auch nach einem heilen Leben. Diese Haltung spiegelt sich auch in den neueren Werken. Ob sie in Tokio, New York, London oder Berlin fotografiert: sie sucht an all diesen Orten ein Schweben, ein Luftkissen, das die Gefühle durch die Architekturen trägt, das sie anverwandelt, zur Kulisse des eigenen Märchens macht. Einzig die neuen Luftaufnahmen von Berlin strahlen neben dem Gefühlspaar Glück und Melancholie (dem Wissen, der Trauer um die Unerreichbarkeit totalen Glücks) eine ungewohnte Giftigkeit aus. Der Schritt in die Landschaft hinaus, in den Park, ins Blumenbeet hinein ist angesichts dieser Anlage nicht verwunderlich: Annelies Štrba hat wunderbarste Blumen- und Parkbilder geschaffen, die von Farbenpracht, Farbenenergie, von märchenhafter Grossartigkeit ‚zittern’ und ‚zirren’. Annelies Štrba ist auf der ganzen Welt in vielen Gruppen- und Einzelausstellungen vertreten.