Kommende Ausstellung

Sophie Calle – Un Certain Regard

08.06.–25.08.2019

Als eine der wichtigsten Künstlerinnen der Gegenwart befasst sich Sophie Calle (*1953) mit dem Themendreieck Leben, Liebe und Tod. In minuziös dokumentierten Spurensuchen reflektiert sie häufig die Bedingungen der künstlerischen Selbsterkenntnis und die Selbstdarstellung am Ende des 20. Jahrhunderts. Ihre Arbeiten sind geprägt durch Momente, die einen besonders mit dem eigenen Erlebten konfrontieren und eine starke Anziehung erzeugen. Die private Leidenschaft, der Exhibitionismus und der Zwang zur Beobachtung, die Sophie Calles Werken inhärent sind, erhielten in den letzten Jahren verstärkt eine soziale Komponente. Die Fotografie ist für Calle Medium und Werkzeug zugleich, sie erzählt Geschichten in Bildern und kombiniert diese mit geschriebenen Worten, die ebenfalls eine zentrale Rolle innerhalb ihres Oeuvres einnehmen.

Das Fotomuseum Winterthur und das Kunstmuseum Thun präsentieren in Zusammenarbeit und zum ersten Mal in der Schweiz Sophie Calles umfangreiches Schaffen in einer zweiteiligen Ausstellung.

Sophie Calle, Parce que (Because), The Bed, 2018 ©Sophie Calle/ADAGP Paris 2018

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Colour Mania – Materialität Farbe in Fotografie und Film

07.09.–24.11.2019

Film ist seit Beginn der Kinematografie ein farbiges Medium und eine bunte Kunstform. Im Laufe der Filmgeschichte entstanden bisher mehr als 230 Farbfilmverfahren, nicht wenige in enger Verflechtung mit der Fotografie. Beispielsweise wurde das Rasterverfahren Dufaycolor zunächst im Rahmen der still photography entwickelt, bevor es in den 1930er-Jahren auch im Film Anwendung fand. Die Ausstellung beleuchtet die historische Verbindung des Materials Farbe in Fotografie und Film und präsentiert zudem die Anwendung historischer Filmfarben und Techniken im Schaffen zeitgenössischer Fotograf_innen. Gezeigt werden nebst kanonisierten Werken auch unbekannte Exponate, die im Rahmen von Forschungsprojekten zu diesem Thema entdeckt wurden, und Arbeiten von Künstler_innen, die speziell für die Ausstellung entstehen.

Die Ausstellung wird realisiert in Kooperation mit dem SNF als Agora-Projekt der Universität Zürich, den Forschungsprojekten ERC Advanced Grant: FilmColors. Bridging the Gap between Technology and Aesthetics und SNF Filmfarben. Technologien, Kulturen, Institutionen von Prof. Dr. Barbara Flückiger und mit der Gastkuratorin Dr. Eva Hielscher.

Aus Written on the Wind (USA 1956, Douglas Sirk), Foto des Filmstreifens: Barbara Flückiger/Courtesy Harvard Film Archive

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Because the Night

07.12.2019–16.02.2020

Ausgehen, sich in die tanzende Menge stürzen, einige Stunden dem Alltag entfliehen und sich seinen Sehnsüchten hingeben: Clubs sind Orte, an denen sich Subkulturen bilden, Randfiguren ein Zuhause finden und geheime Identitäten ausgelebt werden können. Verschiedene (Musik-)Szenen vereinen die sozialen und politischen Haltungen ihrer Schöpfer_innen und derer, die an den Anlässen mitfeiern. Die thematische Ausstellung und das dazu erscheinende Magazin sind diesen besonderen Stunden der Nacht gewidmet. Anhand der fotografischen Produktion von Bieke Depoorter, Georg Gatsas, Bárbara Wagner, Tobias Zielony u.a. werden das facettenreiche Clubgeschehen verschiedener Länder gezeigt und die unterschiedlichen kulturellen Praktiken sowie aktuellen Club-Ästhetiken reflektiert.

Die Veranstaltungsreihe und die Publikation entstehen in Zusammenarbeit mit zweikommasieben Magazin.

Bieke Depoorter, aus der Serie Agata. Paris, France, 2017 ©Bieke Depoorter/Magnum Photos

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